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Wir haben uns bei LPI-Level 1 natürlich um Korrektheit und
Aktualität bemüht – aber bei einem komplexen Thema wie »LPIC-1«
können sich trotzdem Fehler einschleichen, und andere Dinge ändern
sich mitunter schnell. Hier sind die uns bekannten Korrekturen seit
der 1. Auflage des Buches, nebst einigen Ergänzungen und
Klarstellungen (Triviale Fehler bei Rechtschreibung und Silbentrennung
werden hier nicht breitgetreten):
Aktuelles Buch (2. Auflage von 2006)
Im aktuellen Buch sind alle uns bekannten Fehler der 1. Auflage
beseitigt worden (die unten genannten und noch ein paar mehr, die uns
bei der Überarbeitung aufgefallen sind). Sollten sich neue Fehler
finden, werden wir sie hier richtig stellen.
1. Auflage, Nachdruck
Hardware und Rechnerarchitektur
- S. 180 (Tabelle 9.2, SCSI-Varianten). In einem Spaltentitel
steht immer noch »MBit/s«. Korrekt ist auch hier »MByte/s«.
1. Auflage, Original
Die folgenden Fehler wurden im ersten Nachdruck (Sommer 2004)
korrigiert. Alle im Handel befindlichen Exemplare des Buches sollten
sie nicht mehr enthalten (puh!). »Korrigierte« Exemplare sind leicht
daran zu erkennen, dass der Rücken nicht mehr orangefarben ist,
sondern rot.
Einleitung
- S. 19. Die Prüfungen für das LPIC-1-Zertifikat stehen seit
der CeBIT 2004 auch auf Deutsch zur Verfügung.
- S. 19. Die Prüfungsgebühr beträgt €150 (Stand: Juli 2006).
- S. 23. »Für die Prüfung 102«: Kapitel 2 (Dokumentation) ist
Stoff für LPI102, aber natürlich in jedem Fall wissenswert. Vor
Ihrer LPI102-Prüfung sollten Sie das Kapitel also am besten noch
einmal durchlesen.
GNU- und Unix-Kommandos 1
- S. 40-41 (über den Seitenumbruch). Bei der
Autovervollständigung werden nur die Kommandos in denjenigen
Verzeichnissen berücksichtigt, die in der Umgebungsvariablen
PATH der betreffenden Shell stehen. Außerdem werden auch
Aliasnamen expandiert. [Horst Ranis, Linup Front GmbH]
- S. 46-47. Die korrekte Ausgabe von »ls -F bilder/urlaub« im
unteren Beispiel auf S. 46 ist »sommer/«, nicht
»urlaub/sommer«. Im »rmdir«-Beispiel auf S. 47 muss es »rmdir -p
bilder/urlaub/sommer« heißen. [Ingrun Preuss-Hock]
- S. 54 (letzter Absatz des Abschnitts 3.4.1).
Es muss »auf der Partition mit dem Wurzelverzeichnis« statt »im
Wurzelverzeichnis« heissen. [Horst Ranis]
- S. 59. Bei SUSE-Distributionen kann es zu Verwirrung kommen,
weil dort »which« über ein Alias äquivalent zu »type -p« gemacht
wird. Damit wird bei »which echo« gar nichts ausgegeben, da in der
Bash »echo« ein eingebautes Kommando ist, »type -p echo« aber nur
dann »/bin/echo« ausgeben würde, wenn letzteres tatsächlich das
wäre, was die Shell für das Kommando »echo« heranzieht.
GNU- und Unix-Kommandos 3
- S. 85 (dritter Absatz von unten). GNU grep kennt im
Gegensatz zum »traditionellen« grep Rückbezüge à la
»\1«. Trotzdem sollten Sie aus Portabilitätsgründen egrep
aufrufen, wenn Sie Rückbezüge brauchen.
- S. 87. Das Beispiel zeigt strenggenommen nicht nur die
Dateien, in denen das Kommando »fsck« aufgerufen wird,
sondern alle Dateien, in denen die Zeichenkette »fsck«
vorkommt (was durchaus etwas anderes sein kann). Am besten
verwendet man Wortklammern (S. 83) oder eine Konstruktion wie
»\( \|/\)fsck «; ganz 100% ist das aber auch nicht (die Zeile mit dem
Aufruf könnte auskommentiert sein oder Bestandteil eines
Hier-Dokuments (S. 65)). [Horst Ranis]
- S. 89. Bei SUSE-Distributionen müssen Sie ggf. das Paket
»fortune« nachinstallieren, um über das Kommando »fortune« zu
verfügen.
- S. 90 (drittes Beispiel). Das Beispiel behebt nur Leerzeichen
und kleine »ö« und ist darum keine Lösung für den allgemeinen
Fall. Ob »unsch?ner_Dateiname« nun schön ist, ist
zumindest bestreitbar.
- S. 94 (Absatz »Löschen von Zeichen«). Die Bedeutung von »x« und
»X« sind in Wirklichkeit genau umgekehrt: »x« löscht das Zeichen
unter, »X« das Zeichen vor der Schreibmarke. [Ingrun Preuss-Hock]
Shells und Skripte
- S. 107. Interaktive Shells lesen außer ~/.bashrc noch
/etc/bash.bashrc. [Horst Ranis, Anselm Lingnau]
- S. 109 (Abschnitt 6.1.7, zweiter Absatz).
Bevor Sie etwas in die Datei »~/.profile« schreiben, sollten Sie
prüfen, ob Sie keine »~/.bash_profile«- oder
»~/.bash_login«-Datei haben, da jene ggf. bevorzugt werden.
[Horst Ranis]
Rechte und Benutzer
- S. 120 (Abschnitt 7.1, erster Absatz). Wie sehr Benutzer
tatsächlich voneinander abgeschottet werden, ist eine Frage der
lokalen Konfiguration. In verschiedenen Linux-Distributionen
können z. B. die Standardwerte für die umask (Abschnitt 7.2.1)
voneinander abweichen. [Horst Ranis]
- S. 121 (Abschnitt 7.2, zweiter Absatz). »Das
Ausführungsrecht ist notwendig, um die Datei als Programm starten
zu können.« Binäre Maschinenprogramme benötigen nur das
Ausführungsrecht, Shellskripte und andere »Programme«, die von
einem »Interpreter« (Perl, Tcl, Python, ...) gelesen werden
müssen, brauchen außerdem Leserecht. [Horst Ranis]
- S. 133/134 (Abschnitt »Heimatverzeichnis«). Nach dem
Anmelden sollte ein Benutzer immer im Heimatverzeichnis landen,
egal ob er sich textorientiert über login oder z.B. über
den X-Displaymanager oder »/bin/su -« angemeldet
hat. Dies ist missverständlich formuliert. Ähnliches kann man über
den Abschnitt »Login-Shell« sagen. [Horst Ranis]
- S. 137 (Beispiel unten auf der Seite). Das angegebene
Kommando legt im neuen Heimatverzeichnis ein Unterverzeichnis
skel mit den Dateien an. Ein korrektes Kopierkommando
wäre zum Beispiel »cp -r /etc/skel/. /home/tixi« [Horst
Ranis] (Thomas Erker sagt dazu: »Das Beispiel ist eine
Illustration, was man tun müsste, wenn man ein Heimatverzeichnis
von Hand anlegen wollte. Als solches ist es korrekt, taugt aber
nicht zum nachträglichen Kopieren.«)
- S. 141 (Abschnitt 7.4.3, letzter Absatz). »Ein vergessenes
root-Kennwort lässt sich nur noch ...« Besser wäre hier
»zum Beispiel« – es gibt auch noch einige andere Ansätze. Sie
könnten etwa ein zweites Linux-System auf demselben Rechner
installiert haben. [Horst Ranis]
- S. 143 (Beispiel für /etc/group). Auch ldap ist
eine administrative Gruppe. [Horst Ranis]. Neue GIDs werden ab
100 vergeben.
Prozesse
- S. 162 (Abschnitt 8.4.3, letzter Absatz). Die Option
»-n« gibt nicht die Anzahl der angezeigten Prozesse an,
sondern wie oft top die Anzeige neu aufbauen soll, bevor
es sich beendet.
Hardware und Rechnerarchitektur
- S. 180 (Tabelle 9.2, SCSI-Varianten). Die korrekte Einheit
für die Datenrate ist »MByte/s«, nicht »MBit/s« (aber was ist
schon eine Größenordnung unter Freunden?)
Plattenspeicher
- S. 196 (dritter Absatz von unten). Das richtige Kommando zum
Verlassen von fdisk ohne Änderungen ist »q«.
Die Grafikoberfläche X11
- S. 246 (Abschnitt 11.5.1, dritter Absatz). »xhost
bla« ist äquivalent zu »xhost +bla«.
- Dortselbst. Die Handbuchseite Xsecurity(7) enthält eine
genauere Erklärung der xhost- und xauth-Mechanismen.
Netzwerkgrundlagen
- S. 364 (Abschnitt 17.3.1). Der offizielle Name von PPP ist
»point-to-point protocol«, nicht »peer-to-peer protocol«
(dicht daneben ist auch vorbei!)
Netzwerkdienste
- S. 405 (letzte Zeile). Die Konfigurationsdatei für die
Namensauflösung bei der libc5 heißt »host.conf«, nicht
»hosts.conf«.
Außerdem ist uns ein redaktioneller Kommentar aus der Endphase des
Schreibens durchgerutscht. Finden Sie dieses »Osterei«?
Letzte Änderung: 17.10.2006
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